Aktuelle Informationen zur Gas-Situation

Informationen zur Gas-Beschaffungsumlage

Gestern wurde die Rücknahme der Gasbeschaffungsumlage durch die Bundesregierung beschlossen. Bis vor Kurzem war diese noch vom Gesetzgeber vorgesehen und betraf grundsätzlich alle Gas-Kundinnen und –Kunden in Deutschland sowie alle Energieversorger, die diese bei den Kundinnen und Kunden in bundeseinheitlicher Höhe von 2,419 Cent netto pro Kilowattstunde erheben sollten.

Daher haben wir unsere Gas-Kundinnen und –Kunden mit der Preisanpassung zum 1. November 2022 bereits über die ursprünglich vorgesehene Weitergabe dieser Umlage informiert.

Wir verstehen, dass Sie aktuell diesbezüglich Fragen an uns haben. Bitte haben Sie jedoch noch ein bisschen Geduld mit uns, um diese Änderungen schnellstmöglich zu bewerten und umzusetzen. Auch uns fordern diese Zeiten gerade enorm und täglich ergibt sich etwas Neues.

Ganz klar ist: Sie können sich darauf verlassen, dass wir diese Änderungen in unserer Preisgestaltung entsprechend berücksichtigen und Sie bald schriftlich informieren, so wie Sie es von uns gewohnt sind.

 

Aktualisiert 19. August 2022

Die Bundesregierung hat am 23.06.2022 die Alarmstufe im Notfallplan Gas ausgerufen. Was bedeutet dies für die Versorgungssicherheit und für unsere Kundinnen und Kunden? Sie können sich darauf verlassen, dass wir transparent und zeitnah zu allem informieren. Hier haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten für Sie zusammengefasst.

Aktuell ist die Gasversorgung in unserem Versorgungsgebiet gesichert. Wie alle Gasversorger in Deutschland sind jedoch auch die Stadtwerke Hameln Weserbergland abhängig von überregionalen Gaslieferungen. Daher bereiten wir uns intensiv auf eine mögliche Gasmangellage vor. Die Stadtwerke Hameln Weserbergland stehen über die energiewirtschaftlichen Verbände im engen Austausch mit der Bundesregierung und werden alle notwendigen Schritte ergreifen, um die Versorgung im kommenden Winter zu sichern. 

Wir bitten alle Kundinnen und Kunden, dem Aufruf der Bundesregierung zu folgen und wo eben möglich Energie einzusparen! Praktische Tipps gibt es z.B. unter www.ganz-einfach-energiesparen.de/.

 

FAQ zur Gasversorgung und den neuen Umlagen

Was bedeutet die Alarmstufe?

Der Plan beinhaltet drei Stufen – Frühwarnstufe, Alarmstufe und Notfallstufe. Ende März hatte das Wirtschaftsministerium die erste Stufe ausgerufen, die Frühwarnstufe. Dies diente vor allem der Vorbereitung auf eine Verschlechterung der Lage.

Die zweite Stufe ist die Alarmstufe. Laut Plan liegt dann eine Störung der Gasversorgung oder eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas vor, die zu einer «erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage» führt – aber auch in dieser Stufe kümmern sich die Markakteure noch in Eigenregie um eine Bewältigung der Lage, ohne dass von Seiten der Bundesnetzagentur als „Bundeslastverteiler“ eingegriffen wird. Das wäre dann die Notfallstufe. Diese wird ausgerufen, wenn "eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas, eine erhebliche Störung der Gasversorgung oder eine andere erhebliche Verschlechterung der Versorgungslage" vorliegt. Dann greift der Staat ein. Auch in dieser sind bestimmte Verbrauchergruppen gesetzlich besonders geschützt; hierzu gehören Haushalte, soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser und weitere zu schützende Bereiche und Unternehmen/Branchen.

Ist die Gasversorgung sicher?

Aktuell: ja. Haushalte sind in Deutschland besonders geschützt. Auch im Fall eines Engpasses werden Sie weiter versorgt, wenn die Industrie bereits Einsparungen vornehmen muss. Das erklärte Ziel aller Akteure ist es, die in Deutschland etwa 19 Millionen an das Gasnetz angeschlossenen Haushalte ohne jede Unterbrechung zu versorgen. 

Nur in besonders extremen Situationen, beispielsweise wenn ein Gaslieferstopp und ein sehr langer und kalter Winter zusammenwirken, kann auch die Versorgung der Haushalte schwierig werden. Das Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, die Bundesnetzagentur, der Übertragungsnetzbetreiber „THE“ und die Stadtwerke als Verteilnetzbetreiber arbeiten daran, dass diese Situation nicht eintritt.

Energiesparen ist wichtiger denn je, um die Gas-Speicherkapazitäten für den Winter aufzubauen! Praktische Tipps gibt es z.B. unter www.ganz-einfach-energiesparen.de/.

Welche Vorkehrungen treffen wir als Stadtwerke?

Die Versorgung der Menschen in unserer Region mit Strom, Gas und Wasser ist jederzeit zuverlässig, unsere Netze sind sicher. Auch, weil wir für einen möglichen Krisenfall gut vorbereitet sind, um unseren Kunden zu jeder Zeit zuverlässig die Versorgung mit Energie und Wasser zu gewährleisten.

Als Netzbetreiber sind wir uns dem gestellten Versorgungsauftrag sehr bewusst. Die Versorgungssicherheit hat für uns immer oberste Priorität. Auch wenn aktuell keine Informationen über Lieferengpässe vorliegen, bereiten wir uns seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine intensiv auf einen solchen Fall vor und haben einen Krisenstab eingerichtet, der die Lage bewertet und Maßnahmen vorbereitet. Dazu sind wir über unsere energiewirtschaftlichen Verbände (z.B. Geode Deutschland e.V. / BDEW) im engen Austausch.

Als lokaler Energieversorger tragen wir maßgeblich dazu bei, die Energiewende vor Ort umzusetzen. Energieeffizienz und Nachhaltigkeit stehen deshalb stets im Fokus unseres Handelns. Bereits in der Vergangenheit haben wir in unseren Liegenschaften an vielen Stellen wirksame Maßnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt und im eigenen Hause ein zertifiziertes Energiemanagementsystem gemäß der international geltenden Norm DIN ISO 50001 eingeführt. Unser oberstes Ziel ist dabei die Senkung des gesamten Energieverbrauches des Unternehmens. Zudem haben wir die Raumtemperaturen in allen ihren Liegenschaften auf das notwendige Niveau gesenkt. Außerdem wird das Temperaturniveau nachmittags sowie am Wochenende konsequent und früher abgesenkt. Für wenig und nicht genutzte Nebengebäude beschränkt sich die Beheizung auf Frostsicherung.

Wie hoch ist der Anteil von russischem Erdgas in Deutschland?

In der Europäischen Union ist Deutschland der größte Importeuer von Erdgas aus Russland. 2021 hat Deutschland aus Russland etwa 55 Prozent des hier verbrauchten Erdgases importiert, im Mai 2022 waren es noch etwa 30 Prozent. Das Wirtschaftsministerium strebt nach dem Angriff von Russland auf die Ukraine an, bis zum Sommer 2024 den Anteil des russischen Gases am deutschen Gesamtverbrauch auf zehn Prozent zu reduzieren.

Woher bezieht Deutschland sein Erdgas?

Neben den russischen Lieferungen bezieht Deutschland Erdgas auch aus Norwegen und den Niederlanden. Außerdem werden deutsche Energieunternehmen auch zunehmend verflüssigtes Erdgas (LNG) beziehen, aktuell noch über Anlande-Terminals im Ausland. Voraussichtlich Ende 2022 wird auch Deutschland an der Küste über mobile LNG-Terminals verfügen. Alle Import-Alternativen sind teurer als das russische Erdgas.

Welche Rolle spielen die Gasspeicher in Deutschland?

Die meist unterirdischen Speicher haben grundsätzlich die Funktion, im Sommer überschüssige Importe aufzunehmen, um im Winter zusammen mit den Lieferungen aus dem Ausland die Gasversorgung zu sichern. Sie dienen als eine Art Puffer für den saisonal sehr unterschiedlichen Gasabsatz. In der Regel wird dann im Winter – je nach Temperatur und weiteren Lieferungen – das Gas in das Netz ausgespeichert. Ein neues im Frühjahr 2022 verabschiedetes Gasspeichergesetz soll nun dafür sorgen, dass die deutschen Speicher beispielsweise am 1. November mindestens zu 90 Prozent gefüllt sind. Theoretisch kann das Speichervolumen laut Bundesregierung Deutschland zwei bis drei durchschnittlich kalte Wintermonate mit Gas versorgen. Bis zur Energiekrise hat Deutschland jährlich etwa 1.000 Terawattstunden Erdgas verbraucht. In den Gasspeichern können maximal rund 256 Terawattstunden gespeichert werden. Der Gasverbrauch ist in den letzten Monaten stark rückläufig.

Weitere Informationen: https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/gasspeichergesetz-2029266

Wo kann ich mich über die Lage der Gasversorgung in Deutschland informieren?

Die Bundesnetzagentur berichtet über die aktuelle Lage der Gasversorgung unter www.bundesnetzagentur.de 

An wen können sich große Unternehmen wenden?

Vor allem große Unternehmen mit einem hohen Gasverbrauch, sogenannte RLM-Kunden* mit einer Leistung von 10 Megawatt, können zu den nicht-geschützten Kunden gehören. Das führt naturgemäß zu Unsicherheiten für deren Vertreter. 

Generell wurden jedoch die betroffenen Unternehmen im Netzgebiet der Stadtwerke Hameln Weserbergland bereits kontaktiert. Die Stadtwerke Hameln Weserbergland stehen Ihnen gerne als Ansprechpartner zur Verfügung. 

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an netzpunkt@stwhw.de.


*RLM-Kunden werden über eine Registrierende Leistungsmessung (RLM) abgerechnet. RLM ist ein Messvorgang für den Verbrauch von Strom und Gas, bei dem der Verbrauch kontinuierlich gemessen wird. Gewerbe und Industriekunden mit RLM-Zählern bekommen genaue monatliche Abrechnungen. Damit haben sie einen detaillierten Überblick über ihren Verbrauch, können ihr Lastprofil optimieren und damit Netzentgelte einsparen.

Was passiert, wenn das in Deutschland verfügbare Gas nicht mehr für alle ausreicht?

Die Energiewirtschaft spricht dann von einer Gasmangellage. Es greift der Notfallplan Gas, der drei Stufen hat. Bereits am 30. März 2022 hat das Wirtschaftsministerium die Frühwarnstufe ausgerufen (Stufe 1), seit dem 23. Juni gilt die Alarmstufe. Die dritte Stufe ist die Notfallstufe. Die Frühwarn- und Alarmstufe werden vom Bundeswirtschaftsministerium ausgerufen, die Notfallstufe von der Bundesregierung durch eine Verordnung geregelt.

Die konkreten Auswirkungen eines Liefer-Stopps von russischem Gas lassen sich nicht seriös prognostizieren. Gasmarkt-Experten sagen: Sehr wahrscheinlich würden sich diese großen Mengen in den nächsten Monaten nicht komplett durch andere Lieferungen kompensieren lassen. Alle Akteure arbeiten daran, für diesen Fall vorbereitet zu sein, allen voran die Bundesnetzagentur mit einem eigens für die Sicherung der Gasversorgung eingerichteten Krisenstab.

Nach dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) gehören private Haushalte zu den sogenannten geschützten Kunden. Zu dieser Gruppe gehören beispielsweise auch Krankenhäuser, Pflegeheime, kleine und mittelgroße Gewerbebetriebe, die nach einem sogenannten Standardlastprofil abgerechnet werden und Kraftwerke, die auch der Wärmeversorgung von Haushalten dienen. Diese Kunden müssen solange versorgt werden wie möglich.

Wir bereiten uns seit Monaten auf diese Situation vor. Wir tauschen uns mit anderen Stadtwerken aus, haben Notfallpläne in der Schublade und bekommen Fachinformationen aus den sehr engagierten Energieverbänden.

Weitere Informationen: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Fachthemen/ElektrizitaetundGas/Versorgungssicherheit/aktuelle_gasversorgung/HintergrundFAQ/start.html

Wie werden sich die Energiepreise entwickeln?

Eine seriöse Prognose ist nicht möglich. Viele Wissenschaftler und Branchenkenner gehen davon aus, dass uns hohe Energiepreise einige Jahre lang begleiten können. Ganz aktuell gibt es einige staatliche Entlastungspakete, welche die Preissteigerungen wenigstens eindämmen:
- Wegfall der EEG-Umlage zum 1. Juli 2022
- einmalige Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro für alle einkommensteuerpflichtigen Erwerbstätigen
- Kinderbonus als zusätzliche Einmalzahlung für Familien von 100 Euro pro Kind
- weitere Einmalzahlungen für Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen

Für Unternehmen gibt es mehrere Programme, um die Liquidität zu sichern, Kostenzuschüsse sowie Eigen- und Hybridkapitalhilfen.

Die Details zu den Entlastungspaketen der Bundesregierung sind hier aufgelistet:

https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Entlastungen/schnelle-spuerbare-entlastungen.html

Die weitere Entwicklung der Gasimporte aus Russland ist auch für uns derzeit schwer zu prognostizieren. Sollte eine erhebliche Reduzierung der Gasimportmengen nach Deutschland vorliegen, besteht die Möglichkeit, dass unsere Vorlieferanten Preiserhöhungen für unsere langfristig eingekauften Gasmengen vornehmen (denn dies steht den Gas-Vorlieferanten in diesem besonderen Fall dann ungeachtet der bisher vereinbarten Lieferkonditionen zu). Dadurch entstehen für uns deutlich höhere Kosten, die wir nicht kompensieren können und an unsere Kundinnen und Kunden weitergeben müssten. Derzeit ist jedoch unklar, wann und in welchem Umfang eine solche Maßnahme erforderlich sein könnte.

Am 8. Juli 2022 hat der Gesetzgeber angesichts der rückläufigen Gasimportmengen aus Russland eine erneute Novellierung des Energiesicherungsgesetzes (EnSiG) beschlossen. Das Gesetz der Bundesregierung eröffnet die Möglichkeit, anstelle einer in der Praxis kaum umsetzbaren gesetzlichen Preisanpassungsregel eine Kostenweitergabe für Ersatzbeschaffungskosten in der Lieferkette über eine Umlage einzuführen (Saldierte Preisanpassung). So können die zusätzlichen Kosten solidarisch auf alle Gaskunden verteilt und die Mehrbelastung könnte zeitlich gestreckt werden.

Stand 15. August 2022: Die Höhe der Gasbeschaffungsumlage ab 01.10. beträgt 2,419 Cent pro Kilowattstunde netto und ist von allen Gaskunden zu tragen. Wichtig zu wissen ist, dass diese Umlage alle drei Monate angepasst werden kann. Sie kann sich also je nach Entwicklung der Preise für eventuell notwendige Ersatzbeschaffungen der Gasimporteure, der Speicherfüllstände und des Bedarfs sowohl nach oben als auch nach unten verändern.

Stand 18. August 2022: Darüber hinaus gibt es noch eine zweite Umlage, die Gasspeicherumlage – sie wurde am 18.08.2022 mit einer Höhe von 0,059 Cent pro Kilowattstunde netto veröffentlicht.

Stand 30. September 2022: Gasbeschaffungsumlage gekippt - siehe Infos oben auf der Seite.

Die Bundesregierung arbeitet derzeit an der Umsetzung einer Mehrwertsteuersenkung auf Gas insgesamt; geplant ist eine Senkung von 19 % auf 7 %.

Energiesparen ist wichtiger denn je, um die Gas-Speicherkapazitäten für den Winter aufzubauen! Praktische Tipps gibt es z.B. unter 

www.ganz-einfach-energiesparen.de/.

Was kann jeder Einzelne jetzt tun?

Kilowattstunde Erdgas macht Deutschland unabhängiger von russischen Gaslieferungen, entlastet Sie finanziell und hilft im Kampf gegen die Klimakrise. Ganz konkret können Sie im Winter die Raumtemperatur senken, Warmwasser in der Küche sparen, im Bad einen sparsamen Duschkopf einsetzen und den Wirkungsgrad von Heizkörpern erhöhen. 

Ausführliche Energiespar-Tipps finden Sie hier: www.ganz-einfach-energiesparen.de/

Neue Gas-Umlagen ab Oktober 2022

Durch die Drosselung der Gaszufuhr aus Russland müssen Gasimporteure zu stark erhöhten Kosten Ersatzmengen beschaffen, um Lieferausfälle zu verhindern. Den Importeuren sind dadurch in den letzten Monaten erhebliche Verluste entstanden. Sowohl der Fortbestand dieser Unternehmen als auch der von den Importeuren belieferten Stadtwerke und Industrieunternehmen wären damit gefährdet. Die Bundesregierung hat deshalb zwei neue Umlagen auf Gas beschlossen, die ab 01.10.2022 wirksam werden.

Das Ziel ist laut des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK): „… die Marktmechanismen und Lieferketten so lange wie möglich aufrechtzuerhalten, Insolvenzen von Gashändlern und Dominoeffekte in der Lieferkette der Energiewirtschaft zu verhindern.“ Daher hängt die Höhe der Gasbeschaffungsumlage wesentlich davon ab, in welchem Umfang, zu welchem Preis und für welche Nachfrage die Gas-Importeure (beispielsweise Uniper) Erdgas-Ersatzmengen beschaffen müssen. Ganz grob beschrieben: Je höher der Ausgleich für die Importeure, desto höher fällt auch die Umlage aus.

Die Gasspeicherumlage wiederum soll die entstehenden Kosten für die Speicherbefüllung stützen. Das vom BMWK vorgegebene Speicherziel: Zum 1. November sollen die deutschen Gasspeicher zu mindestens 95 Prozent gefüllt sein.

Die Höhe der Gasbeschaffungsumlage wurde am 15.08.2022 auf 2,419 Cent pro Kilowattstunde (kWh) netto festgesetzt.

Dieser Wert gilt vom 1. Oktober 2022 bis mindestens zum Ende des Jahres. Die Gasbeschaffungsumlage wird befristet erhoben: vom 1. Oktober 2022 bis zum 1. April 2024; alle drei Monate kann sich die Höhe der Umlage ändern. Die genaue Höhe der Umlage berechnet „Trading Hub Europe“ (THE). Die THE hat im Gasmarkt die Rolle des Marktgebietsverantwortlichen und ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Fernleitungsnetzbetreiber. Die aus der Perspektive der Endverbraucher wichtigsten Aufgaben der THE: für Netzstabilität und Transparenz sorgen sowie Energiedaten liefern.

Laut BMWK fällt durch die Einführung der Umlage der Preisanstieg für zahlreiche Verbraucherinnen und Verbraucher deutlich geringer aus, als wenn die Energieversorger die gestiegenen Preise direkt weitergeben würden.

Die Höhe der Gasspeicherumlage wurde am 18.08.2022 veröffentlicht und liegt bei 0,059 Cent pro Kilowattstunde netto.

Zum Statement des BMWK

Ab wann gelten die neuen Umlagen?

Die neuen Umlagen werden grundsätzlich ab 01.10.2022 vom Gesetzgeber erhoben. Wann wir die Umlagen jedoch tatsächlich an unsere Kundinnen und Kunden weiterberechnen, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Wir werden unsere Gas-Kundinnen und -Kunden rechtzeitig über bevorstehende Preisanpassungen informieren.

Wie hoch sind die neuen Umlagen?

Gasbeschaffungsumlage gekippt - siehe Infos oben auf der Seite. Stand 30.09.2022

Die Höhe der Gasbeschaffungsumlage wurde am 15.08.2022 auf 2,419 Cent pro Kilowattstunde netto festgesetzt, die Höhe der Gasspeicherumlage wurde am 18.08.2022 veröffentlicht und liegt bei 0,059 Cent pro Kilowattstunde netto.

Die Umlagen können vierteljährlich angepasst werden. Die stets aktuelle Höhe der Umlagen kann auf der Seite des Trading Hub Europe (THE) eingesehen werden.

Die Stadtwerke profitieren nicht von den beiden Umlagen. Die Gasumlagebeträge werden von der THE bei den sogenannten Bilanzkreisverantwortlichen (BKV) erhoben. Die Marktrolle des BKV nehmen meist auch die Stadtwerke ein. Die Stadtwerke in ihrer Marktrolle als Lieferant berechnen den Haushalts- und Gewerbekunden die Umlagen beispielsweise über ihre Tarife und Verträge weiter. Verantwortlich für die Berechnung der Umlagen sind die THE sowie Experten der Bundesnetzagentur sowie des BMWK.      

Zur Umlagen-Übersicht des THE

Wie lange wird es die neuen Umlagen geben?

Gasbeschaffungsumlage gekippt - siehe Infos oben auf der Seite. Stand 30.09.2022

Die Gasbeschaffungsumlage wird befristet erhoben: vom 1. Oktober 2022 bis zum 1. April 2024; alle drei Monate kann sich die Höhe der Umlage ändern. Die genaue Höhe der Umlage berechnet „Trading Hub Europe“ (THE). Die THE hat im Gasmarkt die Rolle des Marktgebietsverantwortlichen und ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Fernleitungsnetzbetreiber. Die aus der Perspektive der Endverbraucher wichtigsten Aufgaben der THE: für Netzstabilität und Transparenz sorgen sowie Energiedaten liefern.

Die Gasspeicherumlage wird ebenfalls ab dem 1. Oktober 2022 erhoben. Mit dieser Umlage soll der THE die Kosten ersetzt werden, die ihr entstehen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten – vor allem sind das Kosten für den Einkauf von Gas, um die Speicher zu füllen. Das vom BMWK vorgegebene Ziel der THE: Zum 1. November sollen die deutschen Gasspeicher zur mindestens 95 Prozent gefüllt sein. Diese Umlage soll zum 1. April 2025 auslaufen.  

HIer geht es zur zur Umlagen-Übersicht des THE

Ich habe einen Tarif mit Preisgarantie, muss ich die neuen Umlagen trotzdem zahlen?

Preisanpassungen aufgrund neuer Steuern, Abgaben oder sonstiger hoheitlich auferlegter, allgemein verbindlicher Belastungen sind auch während der Dauer Ihrer Preisgarantie zulässig. Dies gilt sowohl für Tarife mit eingeschränkter also auch mit voller Preisgarantie (siehe Ziffer 6.3 der AGB ).

Sollte ich meine monatliche Abschlagszahlung erhöhen?

Im Rahmen der Preisveränderung durch die neuen Umlagen werden wir die Abschläge unserer Gas-Kundinnen und -Kunden neu berechnen und automatisch anpassen. Dadurch können hohe Nachzahlung in der nächsten Jahresabrechnung weitgehend verhindert werden. Die Höhe der Anpassung wird allen Kundinnen und Kunden rechtzeitig mitgeteilt.

Update 30.09.2022: Wir berücksichtigen dabei selbstverständlich den mit Datum vom 29.09.2022 beschlossenen Wegfall der Gasbeschaffungsumlage. Bitte haben Sie dazu noch ein wenig Geduld, wir werden Sie in Kürze dazu schriftlich informieren. Bis dahin müssen Sie nichts unternehmen.

Aktuelles

Dreiste Telefonwerber auf Kundenfang! Wir warnen vor Herausgabe persönlicher Daten!

    Erneut ist es in Hameln zu unseriösen Telefonanrufen – meist auf dem Handy - gekommen, in deren Gesprächsverlauf auf zum Teil dreiste Art versucht wurde, den Angerufenen zur Herausgabe sensibler Daten zu bewegen, um einen Stromliefervertrag abzuschließen. Hier mehr erfahren!

    Gasbeschaffungsumlage gekippt!

    Die Rücknahme der Gasbeschaffungsumlage wurde durch die Bundesregierung beschlossen. Bitte haben Sie jedoch noch ein bisschen Geduld mit uns, um diese Änderungen schnellstmöglich zu bewerten und umzusetzen. Mehr Infos dazu erhalten Sie hier.

     

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